scio.de: Joomla statt Google Sites

Nachdem wir begonnen haben mit Hilfe von Google Sites unsere Web-Site komplett neuzugestalten (s.a. Redesign von www.scio.de), ergaben sich unglücklicherweise einige Probleme, die dann zu guter Letzt dazu führten, dass wir einen radikalen Schwenk vollziehen mussten.

Die schon recht weit fortgeschrittenen Arbeiten mit Google Sites haben wir abgebrochen

um stattdessen nun auf das Open-Source-System Joomla zu setzen. Eine harte Entscheidung vor allem dann, wenn schon einiges an Aufwand in ein Projekt gesteckt wurde, aber im Sinne von agiler Software-Entwicklung und auch agilem Projekt-Management muss man manchmal lieber spät als zu spät die Reißleine ziehen. Die Hauptgründe gegen Google Sites waren:

  • Schwierigkeiten beim Aufsetzen einer mehrsprachigen Web-Site. Es steht innerhalb einer Domain lediglich Google Translate zur Verfügung, d.h. ein automatisches Übersetzen von einer Sprache in die andere ohne jegliche Kontrolle darüber.
    Zwar gibt es die Möglichkeit, den Inhalt einer Domain zu kopieren (z.B. scio.de nach scio.info) und dann die Kopie komplett in die andere Sprache zu übersetzen, aber das hat auf Dauer erhebliche Nachteile und erhöhten Aufwand bei der Verwaltung.
  • Unnübersichltiche Struktur bei Gadgets
    Gadgets dienen dazu als Module bestimmte Inhalte anzuzeigen z.B. einen News-Feed des eigenen Blogs von blogger.com einzubinden, oder eine Schnellübersicht der neuesten Artikel darzustellen. Nett gemacht, aber sobald man mit den Standard-Gadgets nicht mehr sein Ziel erreichen kann, muss man im riesigen Repository der Entwickler auf Suche gehen. Das hört sich gut an, ist es aber nicht, weil darin soviele Gadgets gelistet sind die irgendwelche Inhalten anzeigen, dass das Gesuchte oftmals im Rauschen der Masse untergeht.
    Beispiel: einen eigenen RSS-Feed einbinden. Es gibt Unmengen von Gadgets die CNN, das Fernsehprogramm oder sonst irgendetwas fertig (und fest verdrahtet) anbieten, dass das Gesuchte in den Trefferlisten mitunter sher weit unten zu finden ist.
  • Probleme bei der Darstellung in verschiedenen Browsern
    Gerade beim Einsatz von vielen Gadgets, muss man sehr aufpassen, dass das Layout in allen Browsern annähernd gleich aussieht. Dies führt dauerhaft zu einem erhöhten Testaufwand.
  • Community
    Es findet sich schon einiges an Support zumindest, wenn man bei der Suche gleich mit Anführungszeichen arbeitet also z.B. "google sites" rss feed aber viele Antworten sind von 2009 und mitunter nur noch bedingt gültig.

Ein einzelner Punkt oder zwei davon hätten vielleicht nicht ausgereicht, um "mitten im Rennen auf ein neues Pferd umzusatteln". Aber die Summe machte es dann doch unvermeidlich. Schade eigentlich, da ich von Google-Produkten im Allgemeinen eine sehr hohe Meinung habe und Google für einen sehr innovativen Konzern halte. Eine tiefergehende Analyse der Anforderungen und die Umsetzung findet sich im Blog-Eintrag

 
 
 
 
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